Die Börse ist schwieriger geworden. Wo es noch vor ein paar Jahren genügte überhaupt Aktien zu kaufen,
da bedarf es heute einem sehr viel gezielteren Vorgehen, um am Kapitalmarkt erfolgreich zu sein.
So hat sich eine neue Asset-Klasse herausgebildet. In dem „neuen” Umfeld rückt das Zertifikat immer stärker in den Fokus kleiner und großer Anleger. Und das ist kein Zufall. Denn kein anderes Anlageinstrument ist so gut für die aktuelle, komplexe Börsensituation geeignet.
Möglich wird dies durch die Nachbildung einer von professionellen Investoren schon seit geraumer Zeit angewandten Strategie zur Verbesserung der Chance-Risiko-Struktur von Aktien-Investitionen. Sie basiert auf der Kombination eines Terminmarkt-Geschäftes mit dem Erwerb einer Aktie. Der Aktienanteil ermöglicht die Teilhabe an Kursbewegungen der Aktie. Die Terminmarkt-Komponente sorgt hingegen für die Minderung des mit dem Aktienkauf grundsätzlich verbundenen Verlustrisikos.
Dadurch wird die praktische Umsetzung unseres risikoreduzierten Investmentansatzes signifikant vereinfacht und auch Anlegern zugänglich gemacht, die mit den Eigenheiten der Terminmärkte gar nicht oder kaum vertraut sind.
Rechtlich ist ein Zertifikat nichts anderes als eine Schuldverschreibung, deren Rückzahlungsbetrag von einer oft komplexen Derivatekonstruktion abhängig ist. Der Anleger erwirbt einen schuldrechtlichen Anspruch gegenüber dem Emittenten, dem dieser im Falle einer Insolvenz gegebenenfalls nicht nachkommen kann. Im Extremfall läuft der Anleger deshalb Gefahr, seinen gesamten Einsatz zu verlieren. Daher ist sollte man nur Zertifikate namhafter Großbanken auswählen.
Die Kostenstruktur bei den meisten Zertifikaten ist intransparent
Daher ist eine fundierte Beratung auch in diesem Bereich unerlässlich, um Erfolg zu haben.
Vorteile |
- 1:1 Partizipation an der Börsenentwicklung - breite Risikostreuung - keine Gewinnbegrenzung |
- gute Renditechance bei begrenztem Risiko - Bonus-Rendite kann Kursentwicklung aufbessern |
- gute Renditechance bei begrenztem Risiko - eingebauter Verlustpuffer - Rendite auch in seitwärtsgerichteten Märkten |
- Kapitalschutz
- oft mit Mindestkupon |
Nachteile |
- kein Risikopuffer |
- bei Unterschreiten des unteren Bonus-Level sind Verluste
möglich |
- Gewinne sind begrenzt - Kusrverluste bei Verzehr des Discounts möglich |
- begrenzte Renditechancen |
Was steckt dahinter ? |
Das Produkt bildet Marktindizes wie den Dax nach.
Statt alle 30 Dax-Werte einzeln zu erwerben, kauft der Anleger ein Index-Zertifikat.
Beispiel: Steht der Dax als Basiswert bei 7700 Punkten, kostet ein entsprechendes
Index-Zertifikat rund 77 Euro (entspricht dem gängigen Bezugsverhältnis
von 1:100). Bei deutschen Indizes wie Dax oder M-Dax profitiert der
Käufer auch von ausgeschütteten Dividenden, da sie indie Kursberechnung
einfließen. |
Vorab wird eine Kursober- und -untergrenze vereinbart.
Bleibt der Basiswert (z. B. eine Aktie) in dem Bereich, zahlt der Anbieter
zum Laufzeitende mindestens einen vorab festgelegten Betrag.
Meist ist dieser höher als der Kurswert (Bonus). Durchbricht der Kurs des Basiswerts nur einmal die Untergrenze, verliert der Anleger den Bonus. Das
Zertifikat zahlt dann die gleichen Beträge aus wie der zugrundeliegende
Basiswert. |
Discounter spielen ihre Stärke aus, wenn sich die Märkte nur wenig bewegen. Anleger erhalten dieses Papier mit einem Rabatt (Discount) auf den aktuellen
Kurs des Basiswerts. Bis zu einer vorab vereinbarten Höchstgrenze ist der Anleger dann 1:1 am Kursanstieg beteiligt. Danach bekommt der Käufer stets den
festen Betrag ausgezahlt. Vorteil: Wegen des Rabatts wird beim Kursabsturz auch der Verlust gedämpft. |
Der Anleger erhält das eingesetzte Kapital garantiert zurück und bekommt je nach Produkt auch Mindestzinsen um drei Prozent. Investoren
können aber selbst entscheiden, ob sie ein höheres Risiko eingehen und zum Beispiel die Kapitalgarantie verringern. Nachteil: Der Käufer
partizipiert nur zum Teil an Kursgewinnen.
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Wann verdient man damit Geld? |
Wenn der Basiswert aufwärts geht. Steigt der Dax
von 7700 auf 7900 Punkte, steigt der Wert des entsprechenden Index-Zertifikates
von 77 auf 79 Euro. |
Solange die untere Kursschwelle nicht durchbrochen wird. Je nach Risikoneigung verdienen Anleger sogar bei fallenden Kursen. Nach oben keine Gewinnbegrenzung |
Bei wenig Bewegung an den Aktienmärkten profitiert der Anleger vom Rabatt und erzielt häufig Renditen von über
sieben Prozent pro Jahr |
Immer! Vor allem aber bei steigenden Kursen. Bei Verlusten
des Basiswerts haben allerdings Staatsanleihen zum Teil höhere Renditen |
Für welchen Anlegertyp? |
Optimistische Einsteiger. Wer zum Beispiel mit einem Anstieg des Dax rechnet, kann darauf mit einem Index-Zertifikat spekulieren |
Risikoscheue Anleger, die aber optimistisch gestimmt sind. Die vereinbarten Untergrenzen liegen bis zu 50 Prozent unter dem aktuellen Kurswert des Basiswerts |
Eher optimistische Anleger. Der Käufer entscheidet über die Kursobergrenze (Cap) und kann so Einfluss auf das Risiko nehmen. Ein niedriger Festbetrag verringert jedoch die Rendite und schmälert
die Gewinnchance. |
Konservative Anleger, die keine Verluste riskieren
wollen, grundsätzlich aber auf einen Kursanstieg des Basiswerts
hoffen. |
Welche Risiken muss man beachten? |
Es gibt keine Verlustbegrenzung nach unten! Anleger
müssen im Zweifel auf das Kapital kurz- und mittelfristig verzichten können und einen Kursabsturz aussitzen.
Vorsicht bei Index-Zertifikaten auf ausländische Indizes: Häufig fallen dort höhere Gebühren
an |
Den Aktienkurs von morgen können selbst Profis nicht vorhersehen. Deshalb gilt gerade für unerfahrene Anleger: Lieber auf Rendite verzichten und stattdessen die Untergrenze mindestens 20 Prozent unter dem Basiswert wählen |
Ein Aktienboom wie Ende der 90er Jahre geht am Investor
vorbei. Er erhält den vorab festgelegten Höchstbetrag und muss auf höhere
Gewinne verzichten |
Achtung: Garantie-Zertifikate zählen zu den Finanzinnovationen und unterliegen der Besteuerung. Pessimistische Anleger, die nicht mit einer Kurssteigerung rechnen, sollten sich im Zweifel eher für
Staatsanleihen entscheiden |
Wie transparent sind die Produkte? |
Das Produkt boomt weil es Anleger relativ leicht verstehen.
Sie sollten während der Laufzeit vor allem den Basiswert im Auge
behalten |
Bei über 10.000 verschiedenen Discount-Zertifikaten
sollten sich Einsteiger auf schlichte Versionen konzentrieren |
Eine Anleihe kommt diesen Papieren am nächsten. Die Ausgestaltung dieser Zertifikate ist häufig
nur schwer zu verstehen |
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Wie hoch sind die Gebühren ? |
Index-Zertifikate gelten als Eintiegsangebot und sind
besonders günstig. Anleger können die Zertifikate häufig ohne Aufgeld
erwerben. Die Anbieter hoffen darauf, dass Investoren späterteurere Produkte
kaufen |
Bei exotischen, komplizierten und neuen Produkten steigen
die Gebühren der Anbieter an. Gängige Produkte mit durchschaubarer
Struktur unterscheiden sich kaum im Preis. |
Dank starker Konkurrenz sind die Gebühren gering und liegen deutlich unter einem Prozent. Kosten können
im Internet verglichen werden. |
Garantie kostet Geld: Die Rendite dieses Produktes ist durch die hohe Sicherheit geringer als bei anderen Zertifikaten |
Bei so viel Alternativen fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Informieren Sie sich daher gründlich und/oder lassen Sie sich beraten.
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