Der Anleger eines Private Equity-Fonds hat den motivierenden Nebeneffekt, etwas für die wirtschaftliche Entwicklung zu tun und indirekt dazu beizutragen, Innovationen zu fördern und so zum Beispiel Arbeitsplätze zu schaffen.
Aber letztendlich zählt für jeden Investor einer Anlageklasse nur eines: die Optimierung des persönlichen Vermögensportfolios hin zu möglichst hohen Renditen bei größtmöglicher Risikominimierung.
Angesichts dieses Anlageziels wird Private Equity-Fonds eine immer größere Bedeutung zukommen. Denn mithilfe einer klaren Strategie und mit einem zuverlässigen Partner kann ein Investment in Private Equity den langfristigen Portfoliogesamtertrag erheblich steigern und gleichzeitig das Portfoliorisiko verringern.
Den oft vermeidbaren Gleichschritt von Risiko und Rendite – eine höhere Rendite ist immer mit einem höheren Risiko verbunden – zu widerlegen, ist das Anliegen der modernen Portfoliotheorie, deren Grundsteine von Harry Markowitz gelegt worden sind. Der Ökonom hatte nach Kombinationen von Risikotiteln gesucht, die bei gegebener Rendite jeweils das geringste Risiko aufwiesen. Dieses effiziente Portfolio ist nur durch Diversifikation zu erreichen, lautete seine mit dem Nobelpreis ausgezeichnete Antwort.
Traditionelle Anlageformen, wie eine Investition in Aktien, können diese Diversifikation nicht umfassend bieten. Alternative Anlageformen, wie zum Beispiel Private Equity, erweitern das Diversifikationsspektrum und zeichnen sich durch eine geringe Schwankungsähnlichkeit (Korrelation) der Erträge zu traditionellen Anlageformen aus. Laut einer von der amerikanischen Investmentbank Merrill Lynch erstellten Studie führt die Beimischung von Private Equity in ein Vermögensportfolio, das sich überwiegend aus börsennotierten oder festverzinslichen Anlageinstrumenten zusammensetzt, zu einer erhöhten Gesamtrendite, bei gleichzeitiger Verminderung des Gesamtrisikos und der Gesamtvolatilität.
Wichtig beim Aufbau eines Beteiligungsportfolios ist es, mit erfahrenen Private Equity-Gesellschaften zusammenzuarbeiten. Denn
insbesondere Gesellschaften aus dem so genannten Top-Quarter-Bereich, darunter versteht man Private Equity-Gesellschaften,
deren Renditen während eines definierten Zeitraums im oberen Viertel des Gesamtmarktes lagen, realisieren wirklich hohe
Renditen für den Anleger.
Zur Entwicklung einer Investitionsstrategie und vor allem für die Auswahl und den Zugang der geeigneten Zielfonds
und die Zusammenstellung des Portfolios bedarf es nicht nur eines tief gehenden Private Equity Know-hows um beurteilen
zu können, ob die vom jeweiligen Fonds ausgewählten Zielmärkte und Private Equity-Klassen die Chance
auf Realisierung einer hohen Rendite besitzen, sondern es sind zudem die jeweiligen Managementansätze der einzelnen
Zielfonds einzuschätzen. Dies ist nur mittels langjähriger Kontakte zu den Managern der einzelnen Zielfonds und
einer umfassenden Prüfung möglich. Dies erfolgt durch eine umfangreiche Due Dilligence anhand von über
100 Selektionskriterien. Die einzelnen Faktoren werden zu Teilratings in den Bereichen Fondsstrategie, Fondsmanagement,
Investitionserfolg, Kosten und Kundenservice zusammengefasst bevor ein Gesamtrating erstellt wird. Dieses wird als
Grundlage für die Investitionsentscheidung herangezogen.
Die Rendite wird nicht in erster Linie durch die Ausschüttung von Dividenden erzielt, sondern über die Partizipation
des Investors am Unternehmen bzw. an der Wertsteigerung, die das Unternehmen im Laufe seiner Beteiligung erlebt. Konkret
heißt dies: Steigt der Wert des Unternehmens, steigt auch der Wert der Beteiligung. Die Rendite wird mit dem erfolgreichen
Ausstieg aus der Beteiligung realisiert, bei dem der Anleger versucht, einen möglich hohen Erlös für seine
Beteiligung zu erzielen. Der Zeitpunkt dieses so genannten „Exit“ richtet sich in der Regel nach dem
Wachstumsverlauf des Unternehmens und erfolgt nach ca. drei bis zehn Jahren.
Mögliche Exitkanäle sind der Börsengang eines Unternehmens, der Verkauf des Unternehmens an einen
institutionellen Investor (Trade Sale) oder der Rückkauf der Anteile durch die Altgesellschafter (Buy Back).
Zahlreiche Gründe, die professionelle Investoren schon seit geraumer Zeit überzeugen, sprechen für die
Anlage in einen Dachfonds. Das Dachfondskonzept bietet dem Anleger eine weitgehende Diversifikation seiner Anlage und
damit eine hohe Renditechance bei begrenzter Verlustmöglichkeit. Durch die Beteiligung an mehreren Zielfonds, die
ihrerseits in viele Unternehmen investieren, wird eine Vielzahl von Investitionen eingegangen.
Bei einem negativen Verlauf der Zielfonds, können Verluste bis zum Totalverlust des vom Anleger eingesetzten Kapitals
führen. Dies ist zwar unwahrscheinlich aber durchaus möglich.
Private Equity Dachfonds bergen aufgrund der Streuung der Investition in über 100 Zielunternehmen jedoch ein
wesentIich geringeres Risiko. In einer Analyse hat die Berenberg Private Capital 1.157 Private Equity Fonds, die in der Zeit
von 1978 – 2002 aufgelegt wurden, betrachtet. Dabei wurde festgestellt, dass das Kapitalverlustrisiko bei Single Private Equity Fonds wesentlich höher ist als wenn in einen fiktiven „professionell gemanagten Dachfonds“ investiert wird. Das Risiko eines Kapitalverlustes bei Einzelinvestments von 40% konnte deutlich minimiert, die durchschnittliche Rendite daneben stark erhöht werden. Es wurden mit 97% aller synthetischen 1120 Dachpools Multiplikatoren von 1,5 – 2,25 erzielt. Bei geringen Vorkosten sowie einem Dachfondskonzept mit 10 Zielfonds (hiervon 8 im Top Quartil) wurde eine Verlustwahrscheinlichkeit von unter 0,5 % errechnet.
Die gezeichneten Zielfonds rufen das Geld erst über einen Zeitraum von 3-5 Jahren ab, sobald sie es für Investitionen benötigen; dabei geben die Programme auch keine festen Einzahlungstermine an. Der Fonds wird die Mittel daher auch erst dann abrufen, wenn sie benötigt werden. Eine andere Vorgehensweise würde die Rendite verringern bzw. das Risiko, das eine notwendige Zwischenanlage beinhaltet, erhöhen.
Kurz- bis mittelfristig anlegen. Es kann davon ausgegangen werden, dass pro Jahr ca. 20-30% des Zeichnungskapitals abgerufen wird. D.h. in den ersten 2 Jahren werden nur ca. 50% des Zeichnungskapitals abgerufen.
Nein, ein Ausscheiden oder eine Kündigung ist grundsätzlich nicht möglich. Der Anleger kann seine Beteiligung über den Zweitmarkt veräußern. Der Preis für die Beteiligungen richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Es kann unter Umständen jedoch für den Makler schwierig sein, einen passenden Käufer für den jeweiligen Fondsanteil zu finden. Die Übertragung oder Veräußerung an Dritte bedarf der Einwilligung der Geschäftsführenden Kommanditisten.
| Weiter zu | Entwicklung des Private-Equity |
| Beispiele für erfolgreiches Private-Equity | |
| Schiffe | |
| Kontakt aufnehmen |