Bei Private Equity beteiligen sich Investoren am Eigenkapital
wachstumsstarker Unternehmen, um im Gegenzug an deren
wirtschaftlichem Erfolg zu partizipieren.
Die jeweiligen Unternehmen profitieren dabei nicht nur von den Kapitalzuflüssen der Investoren, sondern auch von der
reichhaltigen Erfahrung, die das Management in die eingegangene „Partnerschaft auf Zeit“ einbringt.
Private Equity stellt eine Investitionsmöglichkeit dar, die
Bei einer mittel- bis langfristigen Betrachtung (ab drei Jahre) weisen Private Equity-Fonds signifikant bessere jährliche Renditen als traditionelle Anlagen auf. Dabei ist das Investment nicht auf die Abschöpfung von hohen Dividenden angelegt, sondern auf die Erzielung möglichst steuerfreier Wertzuwächse und kann mit Laufzeiten von 8 - 10 Jahren als zeitlich begrenztes Engagement angesehen werden. Den Investoren hat diese Anlageform zum Teil überdurchschnittliche Renditen beschert.
Mit Direktinvestments in ein einzelnes Unternehmen oder der Beteiligung an Anlageprogrammen mit 10 - 15 Beteiligungen sind meist höhere Risiken verbunden. Dachfonds - sogenannte Fund-of-Funds - bieten dem Anleger eine breitere Streuung. Mit einer einzigen Beteiligung können Anteile an 100 oder auch deutlich mehr Unternehmen erworben werden.
Die Durchschnittsrenditen aller Private Equity Fonds lagen in den Jahren von 1984-2005 bei rund 10% p.a., die Fonds im sog. Top Quartile haben
im Durchschnitt Renditen von deutlich über 20% p.a. erzielt.
Schon mit einer vorsichtigen Beimischung von Private Equity lassen sich die Renditen des Gesamtportfolios also signifikant steigern. Die Stiftungen der Universitäten Yale und Harvard nutzen diese Möglichkeit seit Jahren und haben über 15% Private Equity im Portfolio.
Für private Investoren wird empfohlen, etwa 5-10% des liquiden Vermögens in Private Equity anzulegen.
Dass es sich bei Investitionen in Private Equity um sehr attraktive Investments handelt, ist insbesondere bei institutionellen Anlegern bekannt. Auch in den letzten Jahren waren Banken und konservative Pensionskassen die größten europäischen Investoren in Private Equity. Aber viele Privatanleger erkennen die Chancen dieses Anlagesegments.
Investments in erfahrene, etablierte Unternehmen werden als Private Equity, Investments in jüngere Unternehmen als Venture Capital bezeichnet. Im Allgemeinen wird aber Private Equity als Oberbegriff verwendet. Venture Capital Finanzierungen setzen in den frühen und mittleren Phasen der Unternehmensentwicklung von der Idee bis zur Markteinführung und ersten Wachstumsfinanzierung ein.
Da Private Equity-Beteiligungen nicht an öffentlichen Börsen gehandelt werden, kommt es auf den tatsächlichen Erfolg des Unternehmens in der Zukunft an; kurzfristige Spekulationsblasen spielen eine untergeordnete Rolle.
Nur bei den so genannten Exits, also den Unternehmensverkäufen, weist das Anlagesegment Private Equity eine direkte Verbindung zur Börse auf, denn ein geringerer Anteil der Exits verläuft über einen Börsengang. Da Exits aber sowieso erst nach einer Investitionsphase von fünf bis sieben Jahren vorgesehen sind, kann eine kurzfristige Börsenschwankung keinen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Investitionen nehmen. Der überwiegende Teil an Unternehmensverkäufen verläuft über einen „Trade Sale“, einen Verkauf der Unternehmensanteile an einen industriellen oder strategischen Investor.
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