Market-Timing ist keine Anlagestrategie. Es bezeichnet die Taktik, den besten Zeitpunkt zum Einstieg in bzw. Ausstieg aus dem Markt abzupassen – im Prinzip unmöglich, da niemand die Entwicklung der Börsen vorhersehen kann.
Aktienmärkte bewegen sich auf und ab – eine ganz normale
Entwicklung an den Märkten. Sobald die Börsen stärker
schwanken, werden Anleger unsicher. Sie fragen sich, ob ihr
Investment in Aktien richtig war. Das ist nur natürlich. In einer
solchen Situation wollen viele Anleger wissen, wie sie sich nun
verhalten sollen.
CORUS-PARTNER sind sich in solchen Fällen einig:
Jeder Anleger
sollte der Versuchung widerstehen, allein aufgrund von kurz-fristigen
Schwankungen seine langfristigen Anlageziele aufzugeben.
Wenn sich Ihre persönlichen Umstände und Ziele nicht
verändert haben und Sie weiterhin in der Lage sind, mittel- bis
langfristig zu investieren, sollten Sie solche Phasen der Börsenschwankungen „aussitzen“.
Die Gewinne am Aktienmarkt
häufen sich in der
Regel an einigen wenigen,
außergewöhnlich starken
Börsentagen. Wenn Sie
langfristig die beste
Rendite erzielen wollen,
müssen Sie dauerhaft am
Markt investiert sein.
Auf lange Sicht haben Aktien bisher immer höhere Renditen
erzielt als Sparbücher und Anleihen. Dies ist den meisten
Anlegern ebenso bekannt wie die Tatsache, dass die Börsen
kurzfristigen und manchmal auch starken Schwankungen unterliegen.
In unsicheren Zeiten kann die Versuchung groß werden, ein
geplantes Investment auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben
in der Hoffnung, dann eine günstigere Kurssituation
vorzufinden.
Diese Strategie ist als Market Timing bekannt. Theoretisch
klingt dieses Vorgehen sinnvoll. Praktisch bestehen aber kaum
Aussichten, mit einer solchen Strategie Erfolg zu haben.
Die besten Kursgewinne sind schnell verpasst
Märkte können sich ebenso schnell und ebenso stark erholen,
wie sie zuvor gefallen sind. Solche Kurs-sprünge finden meist
kurz vor oder kurz nach einem Börsencrash statt.
Ein Anleger,
der den richtigen Zeitpunkt zum Investieren erwischen will,
verpasst mit großer Wahrscheinlichkeit den besten Gewinn.

Über 25 Jahre haben wir die Entwicklung deutscher, europäischer
und internationaler Anlagen verfolgt und ihre
Renditen über ein, fünf und zehn Jahre verglichen. Bis zum
31. Januar 2007 ergibt sich folgendes Bild: Jeder der insgesamt
180 vollständigen 10-Jahreszeiträume – von Februar 1982 bis
Februar 1992, von März 1982 bis März 1992 usw. – hätte einem
Investor sowohl mit einem deutsch, einem europäisch wie
einem international ausgerichteten Portfolio Gewinne beschert.
Ganz anders bei einer Anlage über einen Zeitraum von nur
einem Jahr: Dort hätten Sie bei einem deutschen Portfolio in
29,2 Prozent der Fälle, bei einem europäischen Portfolio in
20,8 Prozent der Fälle und bei einem internationalen Portfolio
in 19,1 Prozent der Fälle Verlust gemacht. Anlagen über
5-Jahreszeiträume hätten bei einem internationalen Investment
in 14,2 Prozent der Fälle Verlust gebracht, bei einem europäischen
in 16,3 Prozent und bei einem deutschen Investment
in 20,8 Prozent.
Natürlich lässt sich nicht bestreiten, dass ein Anleger spektakuläre
Gewinne erzielen
kann, wenn er den besten Kauf- und Verkaufszeitpunkt richtig abschätzt.
Andere Möglichkeiten das Risiko aus dem eigenen Portfolio zu nehmen, sind die Diversifikation und das "Re-Balancing" des Vermögens. Dabei wird das Anlagevermögen über mehrere Assetklassen verteilt, die Gewichtung zwischen Aktien, festverzinslichen Anlageformen und anderen Investitionsformen regelmäßig neu austariert.
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