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Erläuterungen zu Indikatoren hier
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Beim MACD-Indikator handelt es sich im Prinzip um einen speziellen TBI (Trendbestätigungs- Indikator) mit einer festen Einstellung von 12- und 26-Tagen für die GDL und einer 9-Tage "Trigger"-Linie. Der MACD wurde bereits 1979 "erfunden", in seiner ursprünglichen Form und Anwendung hat der MACD jedoch deutliche Schwächen.
Da der MACD einer der ältesten Indikatoren überhaupt ist, gibt es eine Fülle von Anwendungsregeln für diesen Indikator. Manche dieser Regeln sind lange überliefert, aber trotzdem wenig erfolgreich, andere neuere Regeln haben sich im Laufe der Zeit aber bewährt.
Das Momentum ist ein wesentlicher Oszillator in der Chartanalyse und kann speziell bei der Zyklusanalyse eines Charts von Bedeutung sein. Mathematisch gesehen stellt dieser Oszillator eine Preisänderung in Bezug zu einer vorher festgelegten Zeitperiode grafisch dar. Dabei wird durch den Betrag und die Lage des Indikators die Geschwindigkeit und Richtung eines Trends ermittelt. Die deutlich sichtbaren Wendepunkte des Oszillators können als Indikatoren für eine nachlassende Trendintensität interpretiert werden. Bei extremen Ausschlägen deuten sie gar auf eine Trendänderung hin. Anhand dieser Signale kann ein Investor seine Entscheidungen verbessern, indem er ihn zusätzlich zu Trendfolgeindikatoren benutzt, um klarere Kauf- bzw. Verkaufszeitpunkte für Wertpapiere abzuleiten.
Das Momentum ist ein Vorlaufindikator, da der Indikator in einem Aufwärtstrend sein Hoch vor dem Kursverlauf erreicht (bzw. sein Tief bei einem Abwärtstrend).
Folgende Ereignisse werden signalisiert:
Es errechnet sich aus der fortlaufenden Division des aktuellen Kurses mit dem vor t Tagen. Teilweise werden die beiden Kurse auch subtrahiert. Das Ergebnis ist eine Kurve (die Momentumskurve) deren Ausprägung von der gewählten Periodenlänge t abhängt. Charttechniker wählen in der Regel eine Einstellung von t=20 Tagen
Für das Momentum wird im allgemeinen eine Einstellung von 12 - 20 Tagen für kurzfristige Entwicklungen vorgeschlagen. Das Momentum mit einer 14-Tage-Periode ist wohl am verbreitesten.
Der Relative Strength Index (RSI) ist ein Oszillator, der in einer festen Spanne (theoretisch 0 - 100, praktisch so etwa 10 - 90) pendelt. Als Einstellung verwendet CORUS 14 Tage, in Einzelfällen auch 8 bzw. 38 Tage.
Aktien mit einem RSI von über 70% werden als "überkauft" betrachtet, Werte mit einem RSI unter 30% als "überverkauft". Manche Analysten passen diese Werte je nach Börsenumfeld an:
Allgemein wertet man das Erreichen oder das Überschreiten der Schwellenwerte Richtung Mittelbereich als eines mehrerer möglicher Kauf- bzw. Verkaufssignale. Der RSI sollte jedoch nie als alleiniges Entscheidungskriterium benutzt werden, da er auch falsche Signale aussenden kann.

Erfunden wurde dieser Indikator von dem Amerikaner Welles Wilder. Und das Schöne an dem Indikator namens Parabolic SAR: er funktioniert in beide Richtungen.
Die Abkürzung SAR steht für „Stop and Reverse“, was frei übersetzt so viel bedeutet wie Gewinne mitnehmen und in die andere Richtung spekulieren. Es gibt also keine Ruhepausen, sondern der Anleger ist immer engagiert. Wie funktioniert nun dieses Modell, das bei längeren Trends die größten Gewinne abwirft?
Anhand der Tagesschlusskurse ermittelt das System zunächst anhand einer Formel die aktuelle Position - Kauf oder Verkauf. Dann erfolgt die Berechnung der Parabolic-Stop-Linie. Steht der Indikator auf Kauf, läuft die Linie unterhalb des Kurses, bei einem Verkauf deckelt sie die Kurse. Da zunächst jedes Signal Zeit braucht, um zu greifen, hat Erfinder Wilder die Stops zunächst relativ weit vom Signalkurs gelegt, um so ein sofortiges Ausstoppen zu vermeiden. Erst nach einigen Handelstagen wird durch einen in die Formel integrierten „Beschleunigungsfaktor“ der Abstand kleiner gemacht. Das Risiko des Anlegers verringert sich somit. Kommt es dann zur erwarteten Kursbewegung, geht die Stop-Linie mit und beschleunigt sich sogar noch.
Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Ist die Bewegung langsam, erfolgt die Annäherung langsam. Geht es schnell, fließt dies gleich in die Berechnung ein. Ist man mit der Position im Gewinn, wird die Verlustbegrenzung zur Gewinnabsicherung umfunktioniert.
Besonders erfolgreich in starken Trendphasen
Im unten stehenden historischen Dax-Chart ist sehr anschaulich die Funktionsweise dargestellt. Gerade in starken Trendphasen zeigt der Indikator seine Stärke. Der Anleger, der sich auf die Signale verlassen hat, ist Anfang August 2001, als der SAR kurz unter die Kurslinie gefallen ist, komplett ausgestiegen und hätte auf fallende Kurse gesetzt. Durch die Beschleunigung wurde der Wiedereinstieg zwei Tage nach dem Tiefstpunkt empfohlen.
Wie bei allen Trendfolgesystemen wird beim Parabolic SAR auf einen kommenden stärkeren Trend gesetzt. Wenn sich der nicht einstellt, gibt es kleine Verluste. Im Beispielchart ist dies von Mai bis August 2000 zu sehen, als es letztlich gleich mehrere Fehlsignale gab. Auch werden Signale nur auf Schlusskursbasis berechnet - der Trend braucht erst Zeit, um sich aufzubauen.
Am Ende des historischen Charts hat der Parabolic SAR (siehe Kreis: SAR liegt oberhalb der Kurslinie) ein neues Kauf-Signal generiert. Die Stop-Linie befindet sich nun unterhalb des aktuellen Kurses und gibt nach dem Einstieg bei 4.800 Punkten die Empfehlung, einen Verlustbegrenzungs-Stop bei 4.550 Zählern zu setzen. Erfolgt nun der erwartete Anstieg, zieht die Linie schnell nach, und der Anleger sollte dies ebenfalls nutzen, den ersten Gewinn durch die Erhöhung des Stop-Loss abzusichern