Heuschrecken? Auf die Sichtweise kommt es an

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Was sind Hedgefonds ?

Aus Sicht vieler Politiker und Banken stellen Hedgefonds "Heuschrecken" dar,
die mit günstigen Krediten Unternehmen erwerben, die Kreditlasten dem Unternehmen
aufbürden und sich den Veräußerungserlös von Unternehmensteilen einstecken.

Damit unterscheiden Sie sich heute nicht wesentlich von den Banken selbst. Die historische Entwicklung war jedoch eine andere:

Der erste Hedge-Fonds wurde von Alfred Winslow Jones im Jahre 1949 gegründet. Jones verkaufte Aktien leer und kaufte andere. Damit erfand er gleichzeitig die erste Strategie für Hedge-Fonds (Long-Short). Sie sollte ein Instrument zum Schutz vor Widrigkeiten bei Zins- und Währungsänderungsrisiken sein. Jones' Idee war es, nicht nur in Boomphasen auf Zins- und Währungsmärkten zu profitieren, sondern auch bei fallenden Zins- und Wechselkursen Gewinne zu erzielen. Damit begründete Jones eine der ersten Hedge-Fonds-Strategien, nämlich die, Fremdkapital(Leverage-Effekt, Margin Trading) und Leerverkauf (Short Selling) für den Kauf und Verkauf von Währungen aufzunehmen. Er verkaufte Aktien, die er (noch) nicht besaß, und spekulierte, diese in Zukunft billiger zurückkaufen zu können.

Wo liegen die Chancen für den Anleger?

Der boomende Aktienmarkt ist trügerisch: Schnell können die Kurse wieder fallen und zu Verlusten im Portfolio führen.

Die Aktienmärkte sind auf Höhenflug und die Aufwärtsrallye des Dax ist ungebrochen. Während der MSCI World Index in den letzten zwölf Monaten eine Rendite von 10,5 Prozent erzielte, kam der DAX auf 15,9 Prozent. Dagegen erreichten Hedgefonds gemessen am HFRI Fund of Fund Index eine Rendite von 8,3 Prozent.

Ein Blick auf die langfristige Entwicklung von Aktien und Hedgefonds zeigt jedoch ein anderes Bild: Während der MSCI World Stock Index in den vergangenen fünf Jahren eine Gesamtrendite von 5,6 Prozent und der DAX 5,1 Prozent abwarf, schnitt der HFRI Fund of Fund Index mit 7,8 Prozent besser ab. So sind es nicht vereinzelte Kursausschläge, von denen Anleger profitieren, sondern eine konstante Entwicklung über einen längeren Zeitraum hinweg.

Der Blick auf die kurzfristigen Renditen versperrt zudem die Sicht auf den langfristigen Vorteil von Hedgefonds für das Wertpapier-Depot.
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass Hedgefonds als Beimischungsinstrument das Risiko sowohl in einem traditionellen Anleihen-Aktien-Depot minimieren und Kursverluste abfedern können, als auch in einem Depot, das bereits über einen hohen Anteil von Alternativen Investments verfügt. Experten zufolge reicht bereits ein Hedgefonds-Anteil von 20 Prozent aus, um langfristig ein ausgeglichenes und beständigeres Wachstum des Portfolios zu erzielen.

Möglich wird dies dadurch, dass Hedgefonds, denen eine Vielzahl an Strategien zur Verfügung steht, sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren können. Außerdem entwickeln sie sich nahezu unabhängig von den traditionellen Aktien- und Anleihenmärkten – in Krisenzeiten sinkt ihre Korrelation zu den Aktienkursen auf 15 Prozent.

Gerne informieren wir Sie über Anlagemöglichkeiten.

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